THEATER wolkenflug

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MEDEA MATRIX GOLD

Liebe wird zu Hass. Leben verwandelt sich in den Tod.
Eine Frauengeschichte.
Nach Euripides, Christa Wolf und anderen.

Premiere 16.6.2021, 21 Uhr
Burghof Klagenfurt

Regie, Textfassung und Konzept Ute Liepold
Choreographie Andrea K. Schlehwein
Performance Ina Loitzl
Es spielen Magda Kropiunig und Kai Möller
Technik und Video Philip Kandler
Assistenz Stephanie Sihler
Kostüm Petra Pfleger
Spieltermine 16./17./18./22./23./24./25./27./28./29. Juni

Das Theaterprojekt dekonstruiert den Mythos der rächenden Frau und Kindsmörderin und transformiert ihn in unsere Gegenwart. Der Mythos der Kindsmörderin wird den gegenwärtigen Fragestellungen von Mutterschaft und Fertilität gegenübergestellt.
Der Begriff Matrix referiert dabei nicht nur auf seine ursprüngliche Bedeutung als „Gebärmutter“ und „Muttertier“, sondern eröffnet auch den künstlerischen Gedankenraum in dem sich Bedeutungselemente zu immer neuen Formen von Verhältnis und Verständnis verknüpfen. In diesem Sinn stellt das Projekt den Versuch dar, dem seit der Antike bestehenden hegemonialen patriarchalen Diskurs, eine alternative Matrix, in der die tradierten Bedeutungsaufladungen ausgehebelt werden, entgegen zu halten.
Das titelgebende Attribut Gold referiert auf das antike Goldene Vlies, für dessen Raub Medea Jason zuliebe mit ihren Eltern und ihrem Land gebrochen hat. Es steht aber auch als Chiffre für all die begehrten Objekte, die uns Menschen als Substitute eines grundsätzlich Mangels Zufriedenheit und Glück versprechen. Am Ende geht es auch darum, die verhärtete überlieferte Struktur des Mythos der Frau, die aus Rache an ihrem Mann ihre Kinder umbringt, in neue schillernde Formen umzuschmelzen: zwischen Verurteilung und Verstehen der schrecklichen Tat entsteht in dem Projekt eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten, die festgeschriebene Muster der Rezeption aufbrechen.

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